International Standard Book Number (ISBN)

Bei der International Standard Book Number (ISBN, dt. „Internationale Standardbuchnummer“) handelt es sich um eine Nummer zur eindeutigen Identifizierung eines Buches oder selbstständig publizierten Werkes. Sie enthält außerdem Informationen über die (geographische und sprachliche) Herkunft, den Verlag und den Titel. Die aktuelle Version ist die ISBN 13.

Bestandteile der ISBN

Die Vergabe des Ländercodes (auch Gruppennummer oder Ländernummer genannt) obliegt der International ISBN Agency, welche in London (GB) ihren Sitz hat.

(C) eduLehre.com / abiLehre.com

Die darauffolgende Verlagsnummer wird von der jeweils im Land zuständigen Institution vergeben. Am Beispiel von Österreich wäre dies der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels.

Der nächste Bestandteil ist die vom Verlag zugewiesene Titelnummer. Diese Nummer darf nur einmalig vergeben werden. Das heißt, dass im Falle einer Abänderung des Inhalts auch eine neue Titelnummer vergeben werden muss. Bei einem Nachdruck einer bereits bestehenden Auflauge, bei der nur z. B. Rechtschreibfehler korrigiert wurden, hingegen nicht.

Den Abschluss bildet die sogenannte Prüfziffer. Sie wird berechnet und dient zur Nachkontrolle, ob die ISBN korrekt vergeben wurde.

Nicht prüfungsrelevant, aber vielleicht gut zu wissen:

Wie kommt die Prüfziffer bei der ISBN zustande?

Beispiel: 978-3-598-11771-?

Die Ziffern der ISBN werden alle miteinander addiert, wobei jede zweite Ziffer mit der Zahl 3 multipliziert wird. Das bedeutet: 9+21+8+9+… usw.

Bei dieser ISBN erhält man das Endergebnis 122. Hiervon wird nun die letzte Stelle, also 2, von 10 subtrahiert. Das heißt: 10-2=8 (= Prüfziffer)

Version 1 – Adventure of a Lifetime

Wir freuen uns, Euch mit dieser Version eduLehre.com vorstellen zu dürfen. Es hat zwar ein wenig länger gedauert, als zuerst geplant, jedoch war es uns wichtig, eine stabile Seite zu publizieren.

Der Name kommt nicht von ungefähr: Eine Ausbildung zu machen, ins Berufsleben zu starten und den eigenen Weg zu bestreiten, gleicht durchaus einem Abenteuer. Am Ende steht ein Ziel, vergleichbar mit einem Berg, der erklommen werden möchte. Der weg dorthin kann steinig sein, aber mit der richtigen Herangehensweise ist alles schaffbar.

Was erwartet Euch in dieser Version?

Wie funktioniert eduLehre.com?

Unsere Webseite bietet eine Vielzahl an Artikeln, einfachen und kurzgefassten Erklärungen zu wichtigen Themen Deiner Lehrausbildung und Übungen für die Praxis.

Da wir sehr hohe Qualitätsansprüche haben, es geht ja immerhin um Deine Zukunft, erscheinen die Beiträge immer etappenweise. Sämtliche Texte sind mit Quellen belegt und wurden oft angepasst und korrektur gelesen.

Ich habe Interesse an eduLehre.com mitzuwirken.

Das würde uns sehr freuen! In diesem Fall kontaktieren Sie uns bitte für den weiteren Ablauf.

Durch die Übernahme einer „Beitragspatenschaft“ ist es möglich, dass niedergeschriebene Fachwissen permanent auf den aktuellsten Stand zu halten und ggf. auch zu erweitern.

Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich bei eduLehre.com um ein gemeinnütziges Projekt des Vereins abiLehre – Verein zur Förderung von Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/innen handelt und aus diesen Gründen keine Gagen für das Verfassen von Beiträgen bezahlt werden kann.

[ABI] Bewahren: Bestandserhaltung in Archiven und Bibliotheken

Die fachgerechte Bestandsaufbewahrung zählt zu den vier Grundaufgaben von Informationseinrichtungen. Damit einhergehend auch die Bestandspräsentation, -pflege und -erhaltung.

Prinzipiell gilt es die eigenen Bestände vor physikalischen, biologischen und chemischen Einwirkungen zu schützen. Der Schutz des Originals ist besonders relevant für Unikate.

Exkurs: Bestandsordnung – der kleine Unterschied

Noch bevor es um die physische Aufbewahrung geht, ist es relevant zu wissen, ob es sich um eine Freihandaufstellung (für BenützerInnen frei zugänglich) oder Magazinaufstellung (für BenützerInnen nicht zugänglich) handelt und ob es sich um Präsenzbestände (nicht ausleihbar) oder Ausleihbestände (ausleihbar) handelt. Mischformen unter diesen vier Arten sind jedenfalls möglich und machen einen Unterschied, wie die Bestände letztendlich geordnet oder verstandortet werden.

Arten der Bestandsordnung sind systematisch nach Wissensgebieten, mechanisch nach numerus currens (fortlaufender Nummer), Ordnung in Sachgruppen. Innerhalb dieser Ordnungen vielleicht alphabetisch nach den erstgenannten VerfasserInnen oder chronologisch nach dem Erscheinungsjahr oder sogar nach dem Größenformat (Oktav, Quart, Folio). Zusätzlich kommen noch unterschiedliche Medienarten (Bücher, AV-Medien, etc.), Publikationsformen (Zeitschriften) oder auch Sonderbestände wie Nachlässe hinzu.
In der Praxis sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Im Folgenden wird von einem Idealzustand ausgegangen und dementsprechende Beispiele oder Ideen aufgezählt.

Was sind geeignete Räume?
Ein barrierefreier Freihandbereich mit einem nachvollziehbaren Leitsystem, das BenützerInnen durch die geordneten Bestände führt.
Ein separat abgetrenntes Magazin mit Kompaktusregalen, zu dem nur MitarbeiterInnen Zutritt haben – bevorzugt ohne Tageslichtquelle, ohne Wasserzufuhr oder Brandquellen. Schmutz- und Staubfreiheit wären ebenfalls wünschenswert.

Was ist ein geeignetes Klima?
Je nach Material gibt es hier unterschiedliche Richtwerte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei z.B. Büchern und weiteren Papiermedien geht man im Magazin von einer Temperatur von 15-18°C aus und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 40-50% , langfristig betrachtet mit geringen Schwankungen. Zum Messen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit verwendet man üblicher Weise ein sogenanntes Hygrometer. Die Luftqualität ist manchmal auch wichtig, denn schlechte Sauerstoffwerte können gut für Bücher sein, aber dafür schlecht für Menschen. Hier geht es um eine Balance zwischen der Verhinderung von Schimmelbildung (bei zu hoher Luftfeuchtigkeit) und dem Brüchig werden von Papier (bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit).

Was ist eine fachgerechte Lagerung?
Bücher: Bücherregale aus Stahl oder Holz, welche nicht höher als 2 – 2,25 m sind mit max. 6 Regalbrettern. Die Bücher sollten aufrecht und weder zu eng noch zu locker stehen. Bei Bedarf sind Buchstützen zu verwenden. Sehr kleine Oktav– oder große Folio-Formate könnten auch liegend gelagert werden, z.B. auch in entsprechenden Archivboxen.

Bestandsrevision?
Es lohnt sich, die eigenen Bestände regelmäßig auf Vollständigkeit und Standort zu überprüfen. Die vorhandenen Medien werden mit Hilfe des Standortkatalogs/Datenbank abgeglichen. Ausgeliehene Medien sollten hier berücksichtigt werden und vermisste Medien sollten einen Vermerk im System erhalten.

Restaurierung?
Sofern keine hauseigene Restaurierwerkstätte vorhanden ist, lohnt es sich besonders wertvolle Einzelstücke restaurieren bzw. konservieren zu lassen. Jede Gattung (Papier, Gemälde, Holz- und Metallobjekte, Möbel) hat ihre eigenen SpezialistInnen. Bei Schadensfällen (Wasser, Schimmel, Brand, mechanische Schäden) empfiehlt es sich auf jeden Fall ExpertInnen zu Rate zu ziehen.

Langzeitarchivierung?
Eine Form der Bestandserhaltung umfasst die Herstellung von Sekundärformen. Druckfähige Digitalisate werden als Bilddatei oder maschinenlesbare Texte mit Hilfe von OCR (optical character recognition) abgespeichert. Die Mikroverfilmung ist bei großen Literaturbeständen nach wie vor üblich, da die Lebensdauer von Mikroformen bei idealer Lagerung etwa 100+ Jahren entsprechen kann. In Sonderfällen können gedruckte Faksimile hergestellt werden, eine Kopie des Originals.

Zusammenfassung:
Das Bewahren bzw. Erhalten der eigenen Bestände zählt zu den alltäglichen Aufgaben in Informationseinrichtungen. Der Schutz vor physikalischen, biologischen und chemischen Einwirkungen steht hier im Vordergrund. Angefangen von geeigneten Räumlichkeiten, über Aufbewahrungsmöglichkeiten, Klimaregulierung, bis hin zur Restaurierung und Digitalisierung. Je nachdem wie ein Bestand grundsätzlich geordnet ist und benutzt wird, können sich diese Elemente unterscheiden.


Weiterführende Literatur und Informationsquellen:

– umfangreiche Link- und PDF-Sammlung der FH-Potsdam zum Thema Bestandserhaltung, abrufbar unter https://www.fh-potsdam.de/studieren/fachbereiche/studium-informationswissenschaften/fachbereich/landesfachstelle/archivberatung/bestandserhaltung/

E-Learning-Kurs zur Bestandserhaltung in Archiven von fünf Archiven aus Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden.
abrufbar unter https://www.bestandserhaltung.eu/

– Haberditzl Anna. Kleine Mühen große Wirkung: Maßnahmen der passiven Konservierung bei der Lagerung, Verpackung und Nutzung von Archiv- und Bibliotheksgut, in: Weber, Hartmut (Hg.): Bestandserhaltung in Archiven und Bibliotheken, Stuttgart 1992.
abrufbar unter https://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/120/47093/weber_1992_haberditzl.pdf

– Gantert, Klaus/Rupert Hacker. Bibliothekarisches Grundwissen, 2008 (8. Aufl.), S. 225-247

fast druckfrische Literaturempfehlung des VÖA:
– Engel, Patricia. Schriftgutverwaltung in Archiven und Bibliotheken, 2018
(Buchbesprechung in: scrinium, Band 73/2019)

[ABI] Erschließen: Das Erstellen von Bestandskatalogen

Dieser Beitrag betrachtet die Erschließung von Literatur etwas genauer.

Das Erschließen von Beständen zählt zu den Grundaufgaben von Informationseinrichtungen, wie Archiven und Bibliotheken, und ist die Voraussetzung für das Benutzen dieser Bestände.

Ein Bestandskatalog ist ein geordnetes Verzeichnis der vorhandenen Bestände und gleichzeitig das wichtigste Arbeitsinstrument, um zu Recherchieren bzw. um ungewollte Dubletten zu vermeiden (für die Vorakzession). Er dient ebenfalls der Bestandskontrolle und Revision.

Ein Online Public Access Catalogue (OPAC) ist besonders für die Handhabung durch Benützer aufbereitet und wie der Name schon verrät, online im Internet abrufbar. Hier sind interne Daten nicht einsehbar.

Ein Online-Katalog bildet die eigenen Bestände systematisch und strukturiert im Internet ab. Nicht jeder Bestandskatalog ist online und nicht jeder Online-Katalog ist gleichzeitig ein OPAC.


Unterschied zwischen Bibliothekskatalog – Bibliografie – Buchhandelsverzeichnis

Ein Bibliothekskatalog verzeichnet den kompletten Bestand einer Bibliothek und ist daher bestandsabhängig.

Eine Bibliografie verzeichnet Literatur zu bestimmten Themen, ohne wiederzugeben, wo es diese gibt und ist daher bestandsunabhängig.

Ein Buchhandelsverzeichnis verzeichnet die im Buchhandel verfügbaren Medien und wo man diese beziehen kann, z.B. Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).


Formalerschließung/Katalogisierung:

Die Formalerschließung bezeichnet die Erfassung eines Objektes nach formalen Regeln. Bei der Titelaufnahme einzelner Werke, werden vorwiegend Daten erfasst, die sich belegen lassen: VerfasserIn, Titel, Erscheinungsvermerk (Verlag, Ort, Jahr), Kollationsvermerk (Umfang, Illustrationen), ISBN/ISSN.

Hier die gängigsten Regelwerke:
– RDA = Resource Description and Access (aktuell)

– RAK= Regelwerk für die alphabetische Katalogisierung
– RAK-WB= Regelwerk für wissenschaftliche Bibliotheken
– RAK-ÖB= Regelwerk für öffentliche Bibliotheken
– Preußische Instruktionen
Es gibt Sonderregeln für: Musikalien, Karten, unselbstständig erschienene Werke, Nicht-Buch-Materialien

Sacherschließung/Inhaltserschließung/Indexierung:

Die Sacherschließung erfolgt verbal oder klassifikatorisch.
Bei der verbalen Sacherschließung, der inhaltlichen Beschreibung, erfolgt eine
1. Inhaltsanalyse des vorliegenden Werks mit Hilfe von Abstracts und dem Verstehen des Dokumenteninhaltes, danach folgt die
2. Begriffsfindung und
3. Schlagwortbildung.
Abschließend werden die gefundenen Schlagwörter mit einem vorhandenen Thesaurus abgeglichen (4. terminologische Kontrolle).

Bei der klassifikatorischen Sacherschließung erfolgt aufgrund der Inhaltsanalyse eine hierarchische Einordnung in Klassen bzw. Haupt- und Untergruppen, oft zusätzlich mit einer Notation (Kennzahl).

Schlagwörter sind kurze Beschreibungen des Inhalts, auch Deskriptoren genannt. Sie werden entweder dem Werk entnommen (Extraktionsmethode) oder passend hinzugefügt (Additionsmethode). Diese Suchbegriffe haben auch den Zweck, ein Werk wiederzufinden. Deskriptoren sollten daher spezifisch (keine zu allgemeinen Begriffe) und eindeutig (Wörter können mehrere Bedeutungen haben) sein.

Stichwörter, also im Titel enthalte Wörter sind, eignen sich nicht immer für die Beschlagwortung, da der Titel manchmal nicht genau den Inhalt eines Werks wiedergibt.

Synonyme sind unterschiedliche Begriffe für die gleiche Sache. Das gebräuchlichere Wort laut Wörterbuch wird erst gereiht oder dient als Oberbegriff. Beispiel: Reifeprüfung/Matura/Abitur

Homonyme sind gleiche Wörter für verschiedene Begriffe. Beispiel: Bank (Sitzbank)/Bank (Geldinstitut)

Ein Kompositum (Mehrzahl Komposita) ist ein Wort, das sich aus mehreren Begriffen zusammensetzt. Beispiel: Nummernschildbedruckungsmaschine

Es gibt unterschiedliche Kategorien von Schlagwörtern:

P – Personenschlagwörter, Personennamendatei (Namen)
G – geographische Schlagwörter (Länder, Regionen)
S – Sachschlagwörter (allgem. Begriffe, Individualbegriffe)
Z – Zeitschlagwörter (Zeitraum, Zeitpunkt)
F – Formschlagwörter (Medienart, Erscheinungsweise)

RSWK = Regeln für den Schlagwortkatalog
GND = Gemeinsame Normdatei, die kooperativ von der Deutschen Nationalbibliothek und Bibliotheksverbünden erstellt wurde
– GKD = Gemeinsame Körperschaftsdatei
– PND = Personannamendatei
– SWD = Schlagwortnormdatei

VIAF = Virtual International Authority File
Ein gemeinsames Projekt der Library of Congress in Washington und der Deutschen Nationalbibliothek, bei dem die Personennamendateien Deutschands und der USA verknüpft werden sollen.

Katalogarten:

Alphabetischer Katalog: alphabetische Ordnung nach z.B. dem Nachnamen der/des VerfasserIn
Der alphabetische Katalog ist praktisch, wenn formale Merkmale der Suchkriterien bekannt sind, allerdings ist die Suche nach Schlagwörtern hier nicht möglich.

Schlagwortkatalog: alphabetische Ordnung nach Schlagworten (Sachkatalog)
Der Schlagwortkatalog ist einfach zu verwenden, ähnlich wie ein Lexikon, allerdings werden hier oft die sachlichen Zusammenhänge auseinander gerissen.

Systematischer Katalog / Sachkatalog: Ordnung nach Systematik, Klassifikation oder Notation
Vorteilhaft ist beim Sachkatalog, dass sachlich zusammenhängende Werke bei einander stehen, allerdings muss man als NutzerIn die Systematik vorher kennen.

Standortkatalog: Ordnung nach systematischem Standort, mechanisch oder alphabetisch
Der Standortkatalog ist besonders hilfreich für die Bestandsrevision und die allgemeine Signaturvergabe, allerdings ist er aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit am ehesten sinnvoll bei einer mechanischen Aufstellung.

Teil- und Spezialkataloge: für Sonderbestände wie Nachlässe geeignet
Vorteilhaft bei einem Spezialkatalog ist, dass man bei der Suche noch mehr in die Tiefe eingrenzen kann. Wenn eine übergreifende Suche nicht das geforderte Ergebnis bietet, muss man wissen, dass das gesuchte Werk Teil eines Sonderbestandes ist.

Verbundkataloge / Gesamtkataloge / Zentralkataloge: umfassen meist Bestände mehrerer Bibliotheken (in einem Verbund)
Vorteil von Verbundkatalogen ist, dass eine Suchabfrage mehrere Bibliotheken abdeckt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, etwas Passendes zu finden. Sie dienen als Hilfsmittel für die Fernleihe, allerdings kann es allgemein vorkommen, dass Titelaufnahmen gegebenenfalls uneinheitlich sind.

Exkurs: „alte“ Katalogformen

Bandkatalog / Inventarbuch: Katalog in Buchform
Bandkataloge bzw. Inventarbücher sind besonders für kleine und abgeschlossene Bestände geeignet. Der Nachteil in der Handhabung besteht hier, dass dieser meist handschriftlich entsteht und einen zentralen Standort benötigt sowie nur fortlaufend bearbeitet werden kann. Korrekturen im Nachhinein zu machen, kann mühsam sein.

CD-ROM-Katalog: nur um ihn zu erwähnen.

Mikro(fiche)-Katalog: um auch diesen zu erwähnen. Hier wurden Titelaufnahmen auf Mikroformen gespeichert, welche nur mit einem speziellen Lesegerät wiedergegeben werden können.

Zettelkatalog / Karteikartensystem: eine Titelaufnahme steht auf mindestens einer Karteikarte. Je nach Umfang kann formal, alphabetisch oder nach Schlagwörtern gesucht werden (v.a. in Verbindung mit damaligen Preußischen Instruktionen). Ein Zettelkatalog ist zwar beliebig erweiterbar, kann auf Dauer aber viel platz benötigen. Oft ist die Suche nur eindimensional möglich.

Beispiele für Verbundkataloge / Zentralkataloge:

Zusammenfassung:

Bestandskataloge verzeichnen nicht nur vorhandene Bestände in Informationseinrichtungen, sie sind ein essenzielles Arbeitsmittel für das Recherchieren und Wiederfinden einzelner Werke sowie für die Bestandskontrolle und Standortverwaltung. Die formale und sachliche Erschließung ist mit ganz bestimmten Regeln verbunden, um einheitliche Einträge zu gewährleisten. All dies erleichtert im Allgemeinen die Benützung und die Benutzerfreundlichkeit.

Weiterführende Literatur und teilw. Informationsquellen:
– Gantert, Klaus/Rupert Hacker. Bibliothekarisches Grundwissen, 2008 (8. Aufl.), S. 164-221, 293-335
– Böttger, Klaus-Peter. Basiskenntnis Bibliothek, 2011 (5. Aufl.), S. 192-186

[ABI] Periodika

Ein Periodikum (pl. Periodika) ist eine fortlaufende Veröffentlichung bzw. ein fortlaufendes Sammelwerk und erscheint unbegrenzt. Entscheidend für dessen Charakteristik ist, wie der Name bereits sagt, das regelmäßige, also periodische Erscheinen des Werkes. Der Inhalt von Periodika besteht in der Regel aus Beiträgen (Essays, Artikel oder Aufsätze) verschiedener Autorinnen und Autoren.

Allgemein wird bei fortlaufenden Sammelwerken zwischen Zeitungen, Zeitschriften, einer zeitschriftenartigen Reihe sowie Schriftenreihen differenziert.

Welche Periodika gibt es?

Zeitungen

Handelt es sich um eine Tageszeitung, so muss diese mindestens fünfmal in der Woche erscheinen bzw. Wochenzeitungen einmal pro Woche.

Zeitschriften

Bei Zeitschriften gibt es keine Mindestangabe. Die Häufigkeit der Publizierung wird bei Zeitschriften im Erscheinungsverlauf, dieser befindet sich in der Regel beim Impressum bzw. Titelangaben, angegeben.

Zeitschriftenartige Reihen

Bei zeitschriftenartigen Reihen handelt es sich um regelmäßig erscheinende Serienbände mit ensprechender Zählung. Dazu gehören unter anderem Jahrbücher, Jahrbücher welche einen fachlich abgegrenzten Themenschwerpunkt haben (Almanache), Geschäftsberichte und auch Adressbücher (z.B. Österreichischer Amtskalender).

Loseblattausgaben

Bei Loseblattausgaben handelt es sich um Mappen, deren Inhalt durch regelmäßig erscheinende Ergänzungslieferungen erweitert oder aktualisiert wird. Häufig werden diese bei juristischen Werken oder aktuell zu haltenden Regeln/Vorschriften verwendet. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass nicht das komplette Werk, sondern lediglich die entsprechende Stelle ausgetauscht oder im Falle einer Ergänzung zügig der neue Teil hinzugefügt werden muss.

Zeitung vs. Zeitschrift – wo liegt der Unterschied?

Der Unterschied ist im Prinzip recht einfach: Zeitungen befassen sich mit tagesaktuellen Geschehnissen und haben nicht unmittelbar einen Themenschwerpunkt / Genre. Außerdem wird bei Tages- bzw. Wochenzeitungen zwischen Tabloid und Broadsheet differenziert. Bei Tabloids (oder auch Yellow Press) handelt es sich um Boulevardzeitungen. Die Inhalte sind hier meist Emotional und Reißerisch. Beispiele aus Österreich wären hier Blätter wie Heute, Österreich und Kronen Zeitung

Im Gegensatz dazu steht das Broadsheet („Großformat“, „breites Blatt“). Hier sind die Texte in der Regel objektiver gehalten. Es bedarf zum Verständnis der Texte mitunter ein Vorwissen bzw. eine höhere sprachliche Bildung. Beispiele aus Österreich wären hier zum Beispiel Der Standard, Falter (Wochenzeitung) oder auch Die Presse bzw. aus internationaler Perspektive gesehen Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z. oder auch FAZ) oder unter anderem auch die Neue Züricher Zeitung (NZZ).

Fortlaufendes Sammelwerk vs. Schriftenreihe (Serie)

Ähnlich wie ein Fortlaufendes Sammelwerk erscheint eine Schriftenreihe ohne zeitlicher Begrenzung fortlaufend. Der große Unterschied liegt jedoch darin, dass die Schriftenreihe nicht regelmäßig erscheinen kann beziehungsweise muss. Des Weiteren verfügt jeder Band über einen eigenen Titel (auch Stücktitel genannt), trägt jedoch auch den Serien-/Reihentitel und erhält eine eigene ISBN.

Der Stücktitel ist somit ein in sich geschlossenes Werk oder vereinfacht gesagt, eine Monografie.


Weitere Informationen / Quellen:

Gudrun Henze (2007). Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken RAK-WB. (2., überarbeitete und erweiterte Auflage). Leipzig, Frankfurt/Main, Berlin: Deutsche Nationalbibliothek, ISBN 978-3-933641-88-5

Gantert, Klaus (2016). Bibliothekarisches Grundwissen (9., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage). Berlin, Boston: De Gruyter Saur. ISBN 978-3-11-032145-6

[ABI] Kurrentschrift – Schwer

Kann nicht, gibts nicht! 😉

Neue Dateien


[ABI] Kurrentschrift – Mittel

Unter folgenden Links findest Du das nächsthöhere Schwierigkeitslevel.

Viel Spaß! 🙂

[ABI] Kurrentschrift – Leicht

Mit diesen zehn Texten kannst Du deine Grundkenntnisse ausbauen. Falls Du Fragen oder Probleme hast, kontaktiere uns bitte über das Kontaktformular! 🙂

[ABI] Kurrent lesen lernen (Übungen)

Beim Anblick mancher in Kurrentschrift verfasster Texte kommt der eine oder andere Lehrling ins Schwitzen, aber das muss nicht sein. Fang einfach beim Schwierigkeitsgrad „Leicht“ an und steigere Dich nach und nach!

Gutes Gelingen! 🙂